Für Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr kam es am Sonntagabend auf der A3 zwischen Langenfeld und Leverkusen zu einem ungewöhnlichen Unterfangen. Fünf Wasserbüffel hatten auf der Autobahn eine Vollsperrung verursacht und stundenlange Staus ausgelöst.

Die massigen Tiere, darunter ein Bulle, zwei Kühe und zwei Kälber, waren nach Angaben der Polizei aus ihrem Gehege in Leverkusen ausgebrochen und auf die Fahrbahn gelaufen. Mithilfe von zwei Lkw-Fahrern kesselte die Polizei die Tiere ein. Doch das Einfangen der Rinder scheiterte.

Erst gegen 6.30 Uhr gelang es einer hinzugerufenen Tierärztin aus dem Kölner Zoo die Tiere zu betäuben, um ihren Abtransport zu ermöglichen. Mit einem Kran der Feuerwehr Köln wurden die Schwergewichte inzwischen von der Fahrbahn gehoben. Mitarbeiter des Kölner Zoos und ein ortsansässiger Landwirt leisteten tatkräftige Hilfe.

Zuvor musste jedoch der Bulle der Herde aus seiner misslichen Lage befreit werden. Er hatte sich in der Aufregung den Huf zwischen der Leitplanke und einem LKW eingeklemmt.

Autofahrer harrten in Fahrzeugen aus

Da die Situation nicht ungefährlich war, riet die Polizei den im Stau stehenden Pkw-Insassen eindringlich dazu, in ihren Fahrzeugen zu bleiben. Immerhin bringen Wasserbüffel bis zu 500 Kilogramm Kampfgewicht auf die Waage und erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,80 Metern. Die Hörner der Kolosse haben eine Spannweite von bis zu zwei Metern.

Die A3 war zunächst auch am Montagmorgen zwischen dem Dreieck Langenfeld und Kreuz Leverkusen in beiden Richtungen gesperrt. Mittlerweile wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Oberhausen wieder freigeben.

In Fahrtrichtung Frankfurt ist ein provisorischer Fahrstreifen eingerichtet worden.