Die griechische Küstenwache hat vor Kreta einen Frachter mit 400 Tonnen Sprengstoff abgefangen. Die “Andromeda” mit 29 hochexplosiven Containern an Bord soll einem Sprecher zufolge auf dem Weg nach Libyen gewesen sein. Da das Schiff mit seiner zerstörerischen Ladung als enorme Gefahr für Menschen und Umwelt eingestuft wurde, musste der Kapitän im Hafen von Iraklion festmachen.

Besatzung festgenommen

Die “Fahrende Bombe”, wie ein Sprecher der Küstenwache das Schiff bezeichnete, hatte nicht nur Sprengmaterial wie Ammoniumnitrat geladen, sondern auch die nötigen Zünder. Die acht Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und müssen sich am Donnerstag vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

EU-Verbot für Lieferungen von Waffen und Munition nach Libyen

Der Kapitän des Frachters behauptete zunächst, die “Andromeda” hätte Dschibuti zum Ziel. Tatsächlich sollte der libysche Hafen Misrata angelaufen werden. Die EU hat Waffen- und Munitionslieferungen in das nordafrikanische Bürgerkriegsland unter Strafe gestellt. Der Vorfall ereignete sich bereits am 6. Januar, wie heute bekannt wurde.