Erst kürzlich lüftete Porno-Sternchen Stormy Daniels in einem TV-Interview brisante Details zu ihrer stürmischen Liebschaft zu Donald Trump. Sie sprach über ungeschützten Verkehr mit dem heute 71-Jährigen, über Drohungen und ein Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar. Am Donnerstag hat auch der US-Präsident sein Schweigen gebrochen. Er habe nichts von einer Zahlung seines Anwalts Michael Cohen an Daniels gewusst.

Michael ist mein Anwalt. Sie müssen Michael fragen,

umging Trump weitere direkte Nachfragen zum Sexskandal.

Der Anwalt des Pornostars reagierte prompt auf Trumps erste Aussage zur vermeintlichen Affäre :

Wir freuen uns sehr darauf, den Wahrheitsgehalt von Herrn Trumps angeblicher Unkenntnis bezüglich der Zahlung von 130.000 Dollar zu überprüfen,

twitterte Michael Avenatti.

Wie die Geschichte zeigt, ist es eine Sache, die Presse zu täuschen, aber eine ganz andere, dies unter Eid zu tun.

Cohen hatte im Februar behauptet, Daniels die genannte Summe aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Über den Grund der Zahlung schweigt er sich jedoch aus.

Treffen im Hotelzimmer?

Trump und Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, lernten sich 2006 bei einem Golf-Turnier kennen. Trump habe sie nach dem Abendessen auf sein Hotelzimmer eingeladen. Dort habe er zunächst nur über sich geredet. Bis er ein Magazin mit seinem Gesicht auf dem Cover holte und der Erotik-Star ganz zu seiner Überraschung sagte, man müsse ihm damit den Hintern versohlen. Clifford forderte den damals 60-Jährigen auf, seine Hose herunterzuziehen und er willigte ein.

Er hat sich umgedreht und die Hose etwas heruntergezogen. Also er hatte noch Unterwäsche an. Ich habe ihm dann mehrfach einen Klaps gegeben.

Beide hätten sich ab diesem Zeitpunkt gut verstanden und am Ende sagte Trump zu ihr, dass sie ihn an seine Tochter erinnere.

Clifford erklärte in dem Interview, dass sie Trump keineswegs attraktiv fand. Trotzdem hatten sie noch in der selben Nacht ungeschützten Sex miteinander. Sie habe auf einen Auftritt in Trumps Show „The Apprentice“ gehofft und sich daher bewusst für den Verkehr mit dem 60-Jährigen entschieden. Als Clifford noch nach Trumps Frau Melania fragte, die kurz zuvor den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt brachte, habe Donald Trump gesagt:

Mach dir keine Sorgen, wir haben getrennte Schlafzimmer.

Beide hätten nach der gemeinsamen Nacht weiterhin Kontakt gehabt. Trump lud sie nach Los Angeles und New York ein und machte der damals 27-Jährigen immer wieder Hoffnung auf einen Auftritt in seiner Sendung. Ein Jahr später wollte Trump bei einem Treffen in Los Angeles abermals Sex mit Clifford, doch dieses Mal habe sie verneint und das Hotelzimmer verlassen.

Daniels: Angst vor Bedrohungen

Bereits 2011 packte Clifford in einem Interview mit einem Klatschmagazin über ihre Affäre aus. Dafür seien ihr 15.000 Dollar geboten worden. Allerdings wurde der Bericht nie gedruckt, da das Blatt Trumps Management um eine Stellungnahme bat und diese mit einer Klage drohten. Wenige Wochen später habe ein Mann sie und ihre 2-jährige Tochter in einem Parkhaus bedroht:

Ich war auf einem Parkplatz, auf dem Weg ins Fitnessstudio mit meiner kleinen Tochter. Ich war dabei, unsere Taschen aus dem Wagen zu hieven, als ein Mann auf mich zukam und sagte: ‚Lass Trump in Ruhe. Vergiss die Geschichte.‘

Danach habe der Unbekannte ihre kleine Tochter angesehen und gesagt:

So ein hübsches kleines Mädchen. Es wäre doch eine Schande, wenn ihrer Mutter etwas zustoßen würde.

Als Donald Trump schließlich zum Präsidenten ernannt wurde, habe Clifford erneut Angebote bekommen, berichtete sie in dem Interview. Die 39-Jährige sprach von einem Anruf von Trumps Anwalt Michael Cohen. Er habe gesagt, dass er den besten Deal für sie habe und bot ihr 130.000 Dollar Schweigegeld. Aus Angst vor weiteren Bedrohungen habe sie dem Betrag zugestimmt. Clifford betont allerdings, dass Trump die Vereinbarung nie unterzeichnet habe und sie daher vor einem Gericht in Kalifornien klagt, um sich davon lösen können.

Auch wenn Donald Trumps Frauengeschichten nie ein Geheimnis waren, interessieren sich die Medien heute vor allem dafür, woher das Schweigegeld kam. Wusste der Präsident wirklich nichts davon und bediente sich Cohen sogar an der Wahlkampfkasse? Die nächsten Wochen werden sicherlich turbulent im Weißen Haus.

Pornostar Stormy Daniels im Gespräch mit Journalist Anderson Cooper. Foto: dpa/uncredited/CBS News/AP