Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien hat Deutschland die notleidenden Menschen in der Region mit insgesamt 4,5 Milliarden Euro unterstützt. Ein Betrag, der offenbar nicht ausreicht. Nun hat sich die Bundesregierung bereit erklärt, noch eine weitere Milliarde Euro für humanitäre Zwecke in Syrien und für Kriegsflüchtlinge in den benachbarten Ländern einzusetzen. Das gab Außenminister Heiko Maas anlässlich einer Geberkonferenz für Syrien in Brüssel bekannt.

Die Konferenz findet auf Initiative der Vereinten Nationen und der EU mit Beteiligung von rund 80 Ländern statt. Bei der Syrien-Konferenz 2017 war Deutschland der größte Geber.

Weitere 300 Millionen Euro möglich

Die Zahlung von zusätzlichen 300 Millionen Euro sei laut Auswärtigem Amt abhängig vom Bundeshaushalt in der zweiten Jahreshälfte. Mit diesem Ziel käme Deutschland seinen Hilfszusagen aus dem Vorjahr nach.

Oberste Priorität muss der Schutz der Zivilbevölkerung haben,

sagte Maas in Brüssel. Der Außenminister betonte, dass Deutschland sich «mit allem Nachdruck den Bemühungen verschrieben» habe, den politischen Prozess zur Lösung des Konflikts wieder in Gang zu setzen.

In Syrien sind 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen Flüchtlinge in der Türkei, im Libanon und in Jordanien brauchen ebenfalls dringend Unterstützung.