Es ist der Alptraum aller Eltern. Vor den Augen seiner Mutter wurde am Mittwochabend ein 11-jähriger Junge in Hannover von einem Lkw erfasst und überrollt. Der Junge verstarb noch am Unfallort.

Immer wieder Radunfälle durch Rechtsabbieger

Wie bei vielen Radunfällen passierte auch dieser wieder beim Rechtsabbiegen. Die Mutter ließ ihren Sohn mit dem Fahrrad vorfahren, um ihn auf dem Radweg entlang der Vahrenwalder Straße im Blick zu haben. An der Kreuzung mit dem Industrieweg geschah es. Der Junge will die Straßen überqueren und geriet scheinbar in den toten Winkel des Lkws. Für beide zeigte die Ampel grün an. Der rumänische Sattelzug, der offenbar von der Autobahn 2 kam und sich als Rechtsabbieger eingeordnet hatte, wollte ins Gewerbegebiet fahren.

Offenbar übersah der Lkw-Fahrer den Jungen,

äußerte sich ein Polizeisprecher zu dem Hergang des Unfalls.

Einer Zeugin zufolge schrie die Mutter des Kindes noch „Halt!“. Doch zu spät. Der 11-Jährige wurde vom Vorderreifen des 40-Tonners erwischt und mitgeschleift, ehe er zum Stehen kam.

Erfahrene Rettungskräfte vor Ort rangen um Fassung, als sie den Jungen unter dem riesigen Vorderrad des Lkws bargen. Notfallseelsorger kümmerten sich an der Unfallstelle um die schockierte Mutter und den Vater des Jungen, der wenig später hinzukam.