Prinz Henrik, der Gemahl der dänischen Königin Margarethe II., verstarb am Dienstag im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg. Das teilte das Königshaus noch am Abend mit.

Langes Leiden

Dem Prinzen ging es in letzter Zeit gesundheitlich immer schlechter. Im September letzten Jahres gab das Königshaus bekannt, dass er an Demenz leide. Er zog sich daher weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Seinen letzten Auftritt absolvierte er zusammen mit seiner Ehefrau beim Weihnachtsgottesdienst. Ende Januar wurde der Prinz in ein Krankenhaus gebracht. Den Angaben der Ärzte zufolge wurde der 83-Jährige dort wegen eines Lungeninfekts und eines gutartigen Tumors im linken Lungenflügel behandelt.

Es war sein eigener Wunsch, seine letzten Stunden zusammen mit seiner Familie auf Schloss Fredensborg zu verbringen. Seine Frau, die Königin, und seine beiden Söhne waren bis zum Tod an seiner Seite. Kronprinz Frederik brach bereits am vergangenen Freitag seine Reise zu den Olympischen Spielen ab.

Der ewige Prinz

Der 83-Jährige wurde als Graf Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat am am 11. Juni 1934 in französischen Talence geboren. Seine Gattin Margarethe heiratete er 1967 und änderte dafür seinen Vornamen in das dänische Henrik. Fünf Jahre später wurde seine Frau zur Königin gekrönt. Doch Henrik blieb immer ein Prinz – und damit haderte er sein Leben lang. Auch die Dänen wollten ihn nie so recht akzeptieren. Sei es wegen seines ausgefallenen Kleidungsstils, seiner quirligen Dackel, oder weil er nie wirklich Dänisch lernte. Deswegen zog er sich häufig auf sein Weingut in Frankreich zurück – sogar am 75. Geburtstag seiner Gemahlin. Ihrer Liebe stand das allerdings nie im Weg. Dennoch erklärte Prinz Henrik bereits vor seiner Demenz-Erkrankung, dass er nicht neben seiner Frau in der königlichen Gruft begraben werden möchte, da er ihr nie gleichgestellt war.