Illegal eingewanderte Familien, die im Rahmen der „Null-Toleranz“-Politik an der Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennt wurden, müssen ab sofort binnen von 30 Tagen durch die US-Grenzschutzbehörden wieder zusammengeführt werden. Darüber hat am Dienstag (Ortszeit) ein Gericht in San Diego verfügt. Bei Säuglingen und Kleinkindern soll es sogar noch schneller gehen.

Massive Kritik am Vorgehen des Präsidenten

Außerdem erließ das Gericht eine landesweite einstweilige Verfügung gegen die umstrittenen Familientrennungen. Damit kommt die Institution der Klage der Bürgerrechtsorganisation ACLU nach, bei der es um eine brasilianischen Mutter geht, der ihr 14-jähriger Sohn an der Grenze entzogen wurde und um die Trennung einer kongolesische Mutter  von ihrer 7-jährigen Tochter.

US-Präsident Trump entschied in der vergangenen Woche über das Ende der Familientrennung. Säuglinge und Kinder werden nun zusammen mit ihren Eltern inhaftiert. Zuvor sorgten Fotos von Mädchen und Jungen in Käfigen und Verschlägen international für Aufsehen. Sogar aus den eigenen Reihen wurde Kritik am Vorgehen des Präsidenten und seiner „Null-Toleranz“-Politik laut.

Bislang wurden etwa 2000 Kinder und Jugendliche von ihren Familien getrennt.