US-Präsident Donald Trump hat mal wieder einen weiteren Schritt seiner “America First”-Politik verkündet: Demnach wolle er Strafzölle für Stahl und Aluminium aus der Europäischen Union einführen. Beim Stahl schwebe ihm ein Prozentsatz von 25 % vor, bei Aluminium 10 %. Dies sei ein weiterer wichtiger Schritt, um die schwache heimische Industrie zu schützen.

So reagiert die EU

Eine Ankündigung, die man in der EU natürlich nicht einfach so hinnehmen wird. Man kündigte deshalb an, sich dagegen mit allen Mitteln zur Wehr zu setzen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte dazu:

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch unfaire Maßnahmen getroffen wird, die Tausende europäische Arbeitsplätze gefährden.

Der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange, führte weiter aus:

Die Verhängung von Zöllen auf Stahl und Aluminium durch den amerikanischen Präsidenten ist Protektionismus hoch drei, Nationalismus hoch drei und untergräbt das internationale Handelsrecht.

Wie du mir, so ich dir?

Als Reaktion auf die von Trump angekündigten Strafzölle, habe man in der EU schon eine Liste mit Zöllen für US-Produkte parat. Namentlich könnte das Bourbon-Whiskey, Motorräder von Harley Davidson, aber auch Kartoffeln betreffen.