Kaum ein Tag vergeht, ohne einen Skandal im Weißen Haus. Nun steht allerdings nicht mehr nur die Russland-Affäre im Vordergrund, sondern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die „Washington Post“ veröffentlichte geheime Protokolle von Telefongesprächen, die Donald Trump mit ausländischen Staatschefs geführt haben soll. Auch Angela Merkel taucht darin auf und angeblich habe sie gesagt, dass sie ihre Entscheidungen hinsichtlich der Flüchtlingspolitik bitter bereue.

„Das wird mich umbringen“

Am Donnerstag leakte die US-Zeitung die Mitschriften der Telefonate des US-Präsidenten. Unter anderem sprach Donald Trump mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto und mit Malcolm Turnbull, dem australischen Premier. Auch mit Turnbull sprach er über die Flüchtlingskrise. Demnach soll er von Donald Trump gefordert haben, sich an die Abmachungen, die er mit seinem Vorgänger Barack Obama festlegte, zu halten. „Spiegel Online“-Berichten zufolge ging es bei dieser Einigung um die Aufnahme von über 1200 Flüchtlingen, die versuchten nach Australien einzureisen und dabei festgenommen wurden. Die USA sollten die Menschen überprüfen und sie möglicherweise aufnehmen. Donald Trump fürchtete indes um seinen Ruf als „Macher“ und um die Glaubwürdigkeit als Präsident der Vereinigten Staaten. Eines seiner Wahlversprechen handelte um die Reduzierung der Einreisezahlen von Flüchtlingen, daher habe er gesagt: „Das wird mich umbringen.“

„Das Land wird nie mehr so sein, wie es einmal war“

In dem Telefonat äußerte sich der US-Präsident außerdem über Gespräche mit Angela Merkel. Auch mit ihr soll er sich über die aktuelle Flüchtlingspolitik unterhalten haben. Die Kanzlerin habe sich dabei besorgt über die aktuelle Lage in ihrem Land geäußert und bereue ihre Entscheidungen bezüglich der Aufnahme der zahlreichen Flüchtlinge. Das Land werde nie mehr so sein, wie es einmal war, sprach der Präsident weiter. Ob die Aussagen allerdings tatsächlich von Angela Merkel stammen, ist derweil noch nicht bekannt.