Ein Insel-Paradies wird von dicken Lava-Massen überrollt. Seit dem heftigen Ausbruch des Vulkans Kilauea auf der zu Hawaii gehörenden Insel Big Island fressen sich immer mehr Erdrisse durch den US-Bundesstaat im Zentralpazifik. Inzwischen wurde der Notstand ausgerufen.

Die Zivilschutzbehörde teilte mit, dass mittlerweile zwar weniger Lava aus den brüchigen Böden austritt, wie es einem Schildvulkan wie dem Kilauea eigen ist. Die entstehenden Gase werden jedoch weiterhin als gefährlich eingestuft.

Mindestens 35 Gebäude hat die Lava des Kilauea bereits gefressen. Besonders stark betroffen von der Zerstörung ist laut Katastrophenschutzbehörde das Wohngebiet Leilani südöstlich des Vulkans. Verbittert sind die Anwohner, die in Sammelunterkünften Schutz suchten, dennoch nicht:

Hier zu leben ist ein Risiko, das man in Kauf nimmt, um diese Schönheit zu haben. Und es sind nun mal Vulkane. Dir muss bewusst sein, dass du auf einem aktiven Vulkan lebst,

lautet das Fazit der Insel-Bewohnerin Cheryl Griffith gegenüber Medien.

Auch Anwohner Greg Chunn stellt sich der Naturgewalt:

Wie könnte ich mich denn von sowas wegbewegen? So eine Erfahrung macht man einmal im Leben.

Indessen hat die Zivilschutzbehörde eine eindeutige Warnung an Schaulustige herausgegeben:

Es ist nicht die Zeit für Sightseeing,

hieß es in dem Appell.

Kilauea zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Begleitet wurde sein Ausbruch auf Big Island von mehreren Erdbeben. Die Erdbebenwarte zählte innerhalb von 24 Stunden 477 Nachbeben.