Seit einigen Wochen taucht Pornodarstellerin Stephanie Clifford in den Schlagzeilen auf. Sie behauptet 2006 eine Affäre mit Donald Trump gehabt zu haben. Am Dienstag verklagte sie den US-Präsidenten.

In der Klageschrift geht es um eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die sie und Trumps Anwalt Michael Cohen unterschrieben hatten. In dem Schreiben ging es um die Nichtveröffentlichung von Details der Liaison zwischen Trump und Clifford. Donald Trump soll die Vereinbarung aber nicht unterzeichnet haben. Deshalb will „Stormy Daniels“, so der Künstlername des Pornostars, nun mit eben diesen Details an die Öffentlichkeit gehen. Mit der Klage will Clifford erreichen, dass die Vereinbarung für ungültig erklärt wird.

Inhalt der Klageschrift

In der 28 Seiten starken Klageschrift wird erläutert wie es zur Unterzeichnung besagter Vereinbarung kam. Oktober 2016 wollte sich Clifford an die Medien wenden, zu der Zeit als Trumps „Grab them by the pussy“-Tonband veröffentlicht wurde. Trump und dessen Anwalt hätten daraufhin „auf aggressive Weise“ versucht dies zu unterbinden.

Cohen habe kurz vor der Präsidentschaftswahl eine Vereinbarung aufgesetzt, in der Klageschrift als „Hush Agreement“ bezeichnet, die das Stillschweigen Cliffords über die Affäre aus dem Jahr 2006 beinhaltet. Allerdings haben diese Vereinbarung nur Cohen und Clifford unterschrieben, nicht aber Donald Trump. Somit ist laut Argumentation von Cliffords Anwalt das „Hush Agreement“ ungültig.

Im Februar erklärte Trumps Anwalt, dass er 130.000 Dollar an Clifford zahlte – aus eigener Tasche. Warum diese Zahlung stattfand, sagte er nicht. Diversen Medienberichten zufolge, handelte es sich hierbei um Schweigegeld, damit Clifford nicht an die Öffentlichkeit geht. Die Zahlung erfolgte mitten im Wahlkampf zur Präsidentschaft – und gewinnt damit an politischer Brisanz.