UPDATE:

Sturmtief Friederike hat in den ersten Stunden bereits für ordentlich Chaos gesorgt. Gegen Mittag wurde der komplette Zugverkehr in NRW bereits eingestellt. In Kaarst (NRW) musste sogar ein Möbelhaus geräumt werden. In Ratingen und Dortmund wurden zudem Menschen von einem umstürzenden Baum eingeklemmt, konnten jedoch von der Feuerwehr befreit werden. Mehr als 100.000 Menschen sind in NRW ohne Strom.

Auf der A555 bei Bonn hat es sogar einen LKW umgeweht, während Friederike in Bochum ein komplettes Wohnhaus abgedeckt hat.

Schlimm hat es auch Holland getroffen. Hier wurden bisher zwei Tote gemeldet. Auch der Flugverkehr auf dem Internationalen Flughafen Schiphol in Amsterdam wurde inzwischen komplett eingestellt.

Gegen 14 Uhr wurde das Sturmtief Friedrike zum Orkan heraufgestuft.

Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr gegen 15:30 komplett ein. Züge, die noch unterwegs sind, sollen allerdings wenn möglich bis zum Ziel weiter fahren.

Schon Anfang der Woche wurde vor Friederike gewarnt und jetzt scheint das Sturmtief mit aller Gewalt zuzuschlagen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen bis zu 160 Stundenkilometern. In Teilen Deutschlands wurden Flüge gestrichen, Züge fielen aus und Schulen blieben geschlossen.

Diese Gebiete sind am meisten betroffen

Sturmtief Friederike wird am Morgen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen über das Land ziehen. Heißt: Auch Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Brandenburg könnten von Friederike betroffen sein.

Dabei können die Böen bis zu 115 Stundenkilometer erreichen und in höheren Lagen wie dem Harz sogar 160 km/h erreichen.

Aufenthalte im Freien meiden

Menschen, die in Regionen leben, die von starken Orkanböen bedroht sind, sollten es möglichst vermeiden, sich im Freien aufzuhalten, warnen Meteorologen. Entwurzelte Bäume, herabfallende Dachziegel oder Gerüste könnten eine große Gefahr darstellen.

Wegen des Sturms fielen am Flughafen München bereits zahlreiche Flüge aus. Auch die Deutsche Bahn warnt ihre Fahrgäste auf der Internetseite vor Beeinträchtigungen und Zugausfällen.

Vielerorts Schulausfall

Im Oberharz, Teilen von Mittelhessen und Oberfranken fällt der Schulunterricht aus. In NRW können die Schulen selbst entscheiden, ob sie aus Sicherheitsgründen schließen wollen.