Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat nach „SPIEGEL ONLINE“-Informationen Insolvenz angemeldet. Grund dafür seien die fortan ausbleibenden Zahlungen des arabischen Großaktionärs Etihad. Für Airberlin gäbe es daher keine Hoffnung mehr.

Zahlreiche Krisen

Die Fluggesellschaft leidet schon lange unter immer wiederkehrenden Krisen und Finanzkatastrophen. Seit nunmehr sieben Jahren hat Air Berlin außerdem keinen Gewinn mehr gemacht. 2012 konnten sie allerdings einen minimalen Gewinn einstreichen, durch den Verkauf des Vielfliegerprogramms an Etihad. Nur vier Jahre später brach die Fluggesellschaft schließlich einen eigenen traurigen Rekord und fuhr einen Verlust in Höhe von knapp 780 Millionen Euro ein. Darüberhinaus sanken die Zahlen der Fluggäste, es kam zu zahlreichen Verspätungen, Flugausfällen und Koffer-Desastern.

Kredit der Bundesregierung

Der Großaktionär Etihad entschloss sich nun die Zahlungen an Air Berlin einzustellen, da „keine positive Fortbestehensprognose mehr besteht“. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit und beantragte in diesem Zuge ein Insolvenzverfahren, das in Eigenverwaltung durchgeführt werden soll. Zur Unterstützung zahlt die Bundesregierung einen Übergangskredit. Laut „SPIEGEL ONLINE“-Berichten habe das deutsche Konkurrenz-Unternehmen Lufthansa bereits Interesse an Teilen der Fluglinie verkündet. Der Flugbetrieb läuft erst einmal weiter.