Noch immer nimmt das Hochwasser in Texas kein Ende und erreicht nahezu stündlich neue Rekordwerte. Und noch immer müssen Menschen aus ihren Häusern gerettet werden oder bahnen sich eigenständig mit ein bisschen Hab und Gut einen Weg durch die Fluten.

Ausgangssperre

Da solch Notsituationen leider immer auch Plünderer auf den Plan ruft, verhängte Houstons Bürgermeister Sylvester Turner am Dienstagabend eine Ausgangssperre. Sie gilt von 22 Uhr bis 7 Uhr morgens. Aber nicht nur Plünderer sollen dadurch abgehalten werden. Es ginge auch darum, die Menschen davon abzuhalten, doch noch in ihr Auto zu steigen und sich auf den Weg auf die unbefahrbaren Straßen zu machen. Der Bürgermeister kündigte außerdem an, weitere Notunterkünfte bereitzustellen, die dringend benötigt werden.

Bisher vermutlich zehn Tote

Noch immer kann man keine genauen Angaben darüber machen, wie viele Menschen durch die von Harvey verursachten Fluten ihr Leben verloren haben. Anfang der Woche soll eine sechsköpfige Familie, darunter vier Kinder, in ihrem Auto von einer Brücke gespült worden sein. Weitere Opfer ertranken ebenfalls in der steigenden Flut oder kamen bei einem Hausbrand ums Leben. Auch ein Polizist ertrank am Sonntag auf dem Weg zur Arbeit.

Harvey zieht weiter nach Louisiana

Inzwischen hat sich der Tropensturm auf den Weg in den Nachbarstaat Louisiana begeben. Auch hier bereitet man sich schon seit Anfang der Woche auf Regenfälle und Hochwasser vor. Bereits 2005 wurde besonders die Gegend rund um New Orleans schwer vom Wirbelsturm Katrina verwüstet.