Blitzeinschläge, überflutete Straßen, Flugausfälle und eine evakuierte Intensivstation – am Donnerstag sorgten heftige Unwetter in vielen Teilen Deutschlands für Chaos und Verletzte. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Starke Verwüstungen

Besonders betroffen waren der Südwesten, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Aber auch Stuttgart blieb von dem Unwetter nicht verschont. Hier musste der Flughafen am Donnerstagabend für eine Stunde die Abfertigung einstellen. Passagiere und Crew saßen auf dem Gelände fest. Ein Mitarbeiter wurde in seinem Fahrzeug von einem Blitz getroffen und in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist nicht bekannt.

Aufgrund der heftigen Regenfälle fiel auf der Intensivstation des Elisabethen-Krankenhaus im Frankfurter Stadtteil Bockenheim sogar der Strom aus. Die 11 Patienten wurde in andere Krankenhäuser verlegt. Gegen 21 Uhr konnte die Stromversorgung allerdings mittels eines mobilen Stromgenerators wieder hergestellt werden.

In Nordrhein-Westfalen traf es das Sauerland, das Ruhrgebiet und das Rheinland am schlimmsten. Hier fielen laut Polizei aufgrund des Starkregens Ampelanlagen aus, Gullydeckel wurden nach oben gedrückt und Keller sowie ganze Straßenzüge liefen mit Wasser voll.

Auch in Bonn kämpften die Einsatzkräfte mit vollgelaufenen Kellern und durch Blitzeinschläge verursachte Brände. Zwei Dachstühle brannten komplett aus. Verletzt wurde dabei niemand.

Am Freitag ist noch kein Ende der Unwetter in Sicht. Ab Mittag rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Gewittern und starken Regenfällen.

Foto: ©dpa/Roland Weihrauch