Showdown in London: Theresa May kassierte im britischen Unterhaus eine peinliche Niederlage. Die Abgeordneten der britischen Regierung verlangen ein Mitspracherecht beim Brexit und stimmten am Mittwochabend für die Änderung des EU-Austrittsgesetzes. Ausgerechnet am Vorabend des wegweisenden EU-Gipfels! Mit 309 zu 305 Stimmen gab es grünes Licht für einen Änderungsantrag. Sehr zum Unmut von May, stellt diese Abstimmung doch die Bemühungen der Premierministerin bei den EU-Austrittsverhandlungen in Frage.

Parlamentarier dürfen über finales Brexit-Abkommen abstimmen

Zwar können Londons Abgeordnete nicht verhindern, das Großbritannen der Europäischen Union den Rücken kehrt. Doch kommt ihnen nun die Möglichkeit zu, über die Bedingungen mitzuentscheiden, die beide Seiten im kommenden Jahr aushandeln werden. Ein Veto gegen das Brüsseler Endergebnis trüge in jedem Fall viel Unruhe in die Downing Street. Bis Oktober 2018 will EU-Unterhändler Michel Barnier den Austrittsvertrag mit dem Vereinigten Königreich ausgefochten haben.