Vom Chef-Berater des US-Präsidenten zum Arbeitslosen. Die Geschichte des Stephen Bannon liest sich wie keine zweite. Erst verließ er das Weiße Haus und fand sich seither in der Schusslinie von Donald Trump, dessen Familie er im Kontext der Russland-Affäre verunglimpft haben soll. Nun ist er auch seinen Job als Chef-Redakteur bei “Breitbart News” los.

Letztere Schlagzeile, die heute die Nachrichten und die Sozialen Netzwerke beschäftigt, dürfte zunächst eine positive sein. Gilt die Nachrichten- und Meinungswebsite doch als Plattform ultrarechten Gedankenguts. Doch sein Weggang ist keinem Sinneswandel geschuldet. Tatsächlich musste Bannon seinen Platz räumen, nachdem Anti-Trump-Aussagen seinerseits im Enthüllungsbuch “Fire and Fury” von Michael Wolff öffentlich wurden.

Stecken milliardardenschwere Trump-Sympathisanten dahinter?

Stephen Bannon galt als Sprachrohr von “Breitbart News”, vereinte eine breite Masse der rechtsgesinnten Amerikaner hinter sich und soll als Wahlkampf-Boss Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben. Doch selbst hier, in seiner rechtspopulistischen Heimat, ist Bannon nicht länger willkommen.

Das Online-Portal kommentierte den Sturz ihres früheren Anführers in einem nüchternen Fazit, demzufolge Steve Bannon seine Position als Herausgeber aufgeben werde. Beide Parteien bemühten sich jetzt um einen “glatten und geordneten Übergang”.

Unternehmenschef Larry Solov dankte Bannon gleichwohl dafür, was die Nachrichten-Plattform mit seiner Hilfe erreicht habe. Über die wahren Gründe wird sich ausgeschwiegen. Das Weiße Haus hatte sich bereits Ende letzter Woche für Bannons Rauswurf bei “Breitbart News” ausgesprochen.

“Ja, das sollten sie ernsthaft in Betracht ziehen”,

empfahl Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders Ende letzter Woche. Den entscheidenden Tritt soll jedoch die Milliardärs-Familie Mercer gegeben haben, die sich im Zuge des “Fire and Fury”-Skandals öffentlich von Stephen Bannon distanziert hatten. Robert Mercer und seine Tochter Rebekah gelten als die primären Sponsoren von „Breitbart News“.