Krokusse sind von Schnee bedeckt, das Vogelgezwitscher verstummt unter eisigem Wind, das Thermometer fällt in den zweistelligen Minusbereich. Frühlingsgefühle wollen bei diesen Temperaturen nicht aufkommen. Tatsächlich kommt der März in diesem Jahr kälter daher als der Hochwinter-Monat Januar! Mit einem Mittelwert von 2,2 Grad macht der Monat des eigentlichen Frühlingserwachens dem Januar mit durchschnittlich 3,6 Grad echte Kältekonkurrenz.

Wetter-Experten erklären nun, warum das so ist.

Wir haben jetzt schon zum zweiten Mail in diesem März eine eisige Ost-Nordost-Strömung. Daher ist es bei uns so kalt,

bringt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net Licht in die noch immer dunkle Jahreszeit.

Deutschlandweit betrachtet ist der Monat März bisher 1,3 Grad kälter als im langjährigen Mittel. Es ist damit der kälteste März seit 2013 und der Monat dadurch bisher deutlich kälter als der Januar 2018,

lautet Jungs Wetter-Fazit.

Die gelegentlichen milden Tage konnten den hartnäckigen Winter bisher nicht vertreiben. Die eisige Luft von Russland und Skandinavien setzt sich immer wieder durch.

Die Wetterlage scheint festgefahren, die milden Westwind-Wetterlagen haben derzeit immer nur kurzzeitig mal eine Chance, sonst setzt sich schnell aus Norden oder Osten wieder die Kälte durch. Der Atlantik wird quasi blockiert und hat keine Chance, seine milden Luftmassen zu uns zu bringen,

so Jung.

Kalendarischer Frühlingsanfang – Von wegen!

Die bevorstehende nächste Kaltfront aus Nordosten lässt sich vom gestrigen kalendarischen Frühlingsanfang überhaupt nicht beeindrucken. Nach einem milden Wochenende befallen uns am Dienstag wieder von Nord bis Süd Schnee und Glätte. Bei frostigen Nachttemperaturen von bis zu minus zehn Grad rücken grüne Ostern in weite Ferne.

Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes zufolge wird es ab Karfreitag aus Norden/Nordwesten wieder deutlich kälter mit Schnee und Schneeregen in den Mittelgebirgen und in Tieflagen. Nasskalt wird es dann am Ostersonntag und Ostermontag mit ungemütlichem Schneeregen oder Graupelschauer und örtlichem leichten Frost.

Einen Vorteil haben die winterlichen Aussichten: Im Schnee sind die Ostereier sicher gut versteckt.