Vor zwei Tagen erreichte der Wirbelsturm Harvey das US-Festland. Besonders der Sturzregen macht den Bewohnern in Südtexas seitdem zu schaffen. Ganze Flutgebiete mussten bereits evakuiert werden.

Es wird noch schlimmer

Wie Gouverneur Greg Abbott mitteilte, laufen seit Sonntag bereits weiträumige Rettungsaktionen mit Booten und Helikoptern, da viele Menschen in ihren Häusern festsitzen oder sich gar auf die Dächer flüchten mussten. Auch viele Freiwillige sind vor Ort sowie 3000 Angehörige der Nationalgarde. Inzwischen wurden zudem 250 Straßen gesperrt. Der Sturm an sich ist zwar nicht mehr so stark, die Wassermengen, die er mitbringt, allerdings schon.

Besonders Houston hat unter den großen Wassermengen zu leiden und im Laufe der Tage könnte noch einmal bis zu 125 Zentimeter Niederschlag dazu kommen. Der Flughafen wurde inzwischen geschlossen ebenso wie viele Schulen, da die Straßen bis in die Innenstadt hinein nicht zu befahren sind. Auch alle Autobahnen sind überschwemmt.

Medienberichten zufolge sind bisher drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Person ertrank im steigenden Wasser, zwei kamen bei einem Hausbrand ums Leben, der durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde.

Bewohner eines Pflegeheims saßen fest

Auf Twitter kursierte eine Aufnahmen von Bewohnern eines Pflegeheims, die inmitten des steigenden Wassers sitzen. Mit dem Bild wollte man um Hilfe bitten. Wenig später wurden alle von der Nationalgarde in Sicherheit gebracht, wie CNN bestätigte.

Trump kommt am Dienstag

Für US-Präsident Trump ist es die erste Naturkatastrophe seiner Amtszeit. Er hatte bereits am Freitag für Teile von Südtexas den Notstand ausgerufen und wird das Flutgebiet wohl am Dienstag besuchen.

Die Lage indes wird sich wohl zeitnah nicht verbessern. Meteorologen haben vorhergesagt, dass es noch bis Donnerstag oder Freitag weiter regnen soll.