Donald Trump (71) macht ernst. Ab Freitag müssen Unternehmen Strafzölle für Stahl- und Aluminiumexporte in die USA zahlen. Brüssel droht bereits mit Vergeltung.

Am Donnerstag gab US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross (80) in einer Telefonkonferenz bekannt, dass die EU künftig nicht mehr von den Strafzöllen ausgeschlossen wird. Unternehmen müssen nun für Exporte in die USA zahlen. Dazu zählen auch die Nachbarländer Kanada und Mexiko, die zunächst ebenfalls von der Ausnahmeregelung betroffen waren. Ross erklärte:

Wir freuen uns darauf, die Verhandlungen mit Mexiko und Kanada einerseits, und mit der Europäischen Kommission auf der anderen Seite fortzuführen.

Die Strafzölle treten am 1. Juni um 6:00 Uhr (MEZ) ein.

Brüssel hat angekündigt, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Eu werde bereits in den nächsten Stunden auf die von Trump verhängten Strafzölle reagieren. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte:

Das ist ein schlechter Tag für den Welthandel.

Die Gegenmaßnahmen werden allerdings verhältnismäßig und konform mit den WTO-Regeln sein, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström.

Im Zweifelsfall werde man die Verhandlungen über die Strafzölle vor einem Schiedsgericht der Welthandelsorganisation austragen.