Kurz vor Angela Merkels Reise nach Washington heißt es aus Regierungskreisen, dass bereits ab dem 1. Mai Strafzölle auf Aluminium und Stahl für EU-Staaten kommen könnten. Eine weitere Verlängerung der Ausnahmeregelung durch die USA werde es nicht geben, vermutet die Bundesregierung.

Dauerhafte Ausnahme gefordert

Der Handelsstreit mit den USA ist noch längst nicht ausgestanden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert nach Angaben vom Mittwoch bereits in der nächsten Woche eine Stellungnahme der EU zum weiteren Vorgehen. In Berlin erklärte Altmeier:

Wir tun gut daran, jede Eskalation zu vermeiden.

Außerdem:

Wir haben eine Verantwortung dafür, dass ein unkontrollierter Wettbewerb um Zölle vermieden wird.

Ziel ist es, eine gemeinsame Linie mit den USA zu erreichen. Angela Merkel, die am Freitag persönlich nach Washington reist, wolle in ihren Gesprächen mit Donald Trump versuchen, eine Einigung herbeizuführen.

Peter Altmaier erklärte außerdem, dass es wichtig sei, eine Ausnahmeregelung zu finden, die dauerhaft EU-Staaten von US-amerikanischen Zöllen auf Stahl und Aluminium befreie. Außerdem setze sich die Bundesregierung gegen Protektionismus ein. Vor allem die Welthandelsorganisation WTO, über die sich Donald Trump immer wieder kritisch äußerte, sei nun wichtiger denn je.