Seit Wochen steht ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Raum. Die Begegnung zwischen den beiden Nuklear-Kontrahenten nimmt immer mehr Gestalt an. Ende Mai soll es so weit sein. Fünf Orte kämen für ein Zusammenkommen in Frage. Trump spricht bereits von einem „historischen Moment“.

Treffen an Bedingungen geknüpft

Auch beim Meeting zwischen Trump und dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe Mar-a-lago/Florida war Nordkorea ein Thema. In seinem Domizil äußerte sich Trump zuversichtlich hinsichtlich eines baldigen Gesprächs mit Kim Jong-un. Das berichtete am Donnerstag die dpa.

Es werde alles dafür getan, um sein Treffen mit Kim zu einem „weltweiten Erfolg“ zu machen, so Trump.

Es ist ein historischer Moment, und möglicherweise sogar mehr als das – wenn es denn klappt,

sagte der US-Präsident gestern auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Allerdings müsse das Treffen vorab erfolgversprechend sein. Entsprechende Bedingungen seitens der US-Regierung sollen über die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel hinausgehen. Trump hoffe, dass Süd- und Nordkoreaner in Sicherheit, Frieden und Wohlstand zusammenleben könnten. Außerdem setzten sich die USA unablässig dafür ein, drei in Nordkorea festgehaltene Amerikaner freizubekommen.

Wenn die Begegnung nicht fruchtbar zu werden verspreche, werde er es „voller Respekt verlassen“.

Die USA hätten viel durch mit Nordkorea. Frühere Präsidenten hätten das Problem lösen müssen, kritisierte Trump. Chinas Präsident Xi Jinping dankte er in diesem Zusammenhang für dessen Einsatz in der Koreafrage.

Abe beharrte im Gespräch mit Trump darauf, dass Nordkorea trotz seiner Dialogbereitschaft nicht belohnt werden sollte. Der maximale Druck solle aufrechterhalten werden. Wenn Nordkorea den richtigen Weg einschlage, sei es aber möglich, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Japans Premierminister dankte Trump für die sehr enge Partnerschaft zwischen den USA und Japan.

Handelsstreit zwischen USA und Japan beigelegt?

Zudem sollen sich die beiden Staatsoberhäupter in Handelsfragen angenähert habe. Es solle neue Verhandlungen zwischen den amerikanischen und japanischen Handelsministerien geben. Betroffen seien insbesondere die Strafzölle für Stahl- und Aluminium als auch um Importe der japanischen Autoindustrie.

Eine Rückkehr der USA in das Transpazifische Abkommen TPP machte Trump von der Notwendigkeit eines „unwiderstehlichen AngebotS“ abhängig.