Twitter-Nutzer sind verunsichert, denn das Unternehmen ruft jetzt zum Ändern aller Passwörter auf. Begründung: Eine massive Sicherheitslücke.

Datenpanne im eigenen Haus

Wie viele und welche Passwörter genau betroffen sind, gab Twitter nicht bekannt. Die Zahl sei allerdings „beträchtlich“, erklärte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Die Passwörter seien in einer internen Datei ungeschützt gespeichert worden.

Durch einen Softwarefehler sind die Passwörter zwischenzeitlich in Klartext in einem internen Log gespeichert worden,

so der Konzernverantwortliche für Technologie, Parag Agrawal.

Bekannt sei die Datenpanne bereits seit Wochen. Doch wie lange die Passwörter unverschlüsselt sichtbar waren, ist nicht bekannt.

Keine Hinweise auf Hacker-Angriff

Weiter heißt es, dass der Missbrauch der Daten ausgeschlossen werden kann.

Deshalb gibt es keine Hinweise darauf, dass jemand die Sicherheitslücke ausgenutzt hat,

erklärt das Unternehmen am Donnerstag in einem Blogeintrag.

Das Datenleck hätte im schlimmsten Fall zu einer Hacker-Attacke führen können. Hierfür gibt es allerdings keine Hinweise.

Fehler ist bereits behoben

Die für die Sicherheitslücke verantwortlichen Softwarefehler wurde bereits behoben. Wie in der Branche üblich, speichert Twitter Passwort-Daten mit Hilfe von Algorithmen. Die Dateien mit den unverschlüsselten Passwörtern wurden mittlerweile gelöscht.

Twitter entschuldigte sich bei seinen 330 Millionen Nutzern.

Es tut uns sehr leid,

schrieb Parag Agrawal auf seinem Blog.

Unterschiedliche Passwörter verwenden

IT-Experten raten, für unterschiedliche Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden. Ein gutes Passwort besteht mindestens aus acht Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.