Nachdem mehr als 20 Staaten etwa 100 russische Diplomaten ausgewiesen haben, wartet die Welt nun mit Spannung auf eine Reaktion von Wladimir Putin. Die Behörden und das Außenministerium hätten bereits Schritte vorbereitet, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte. Man wolle zu einem Gegenschlag ausholen.

Maßnahmen gegen jedes Land

Die Ausweisungen waren eine Reaktion auf den Nervengiftanschlag gegen den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia. Großbritannien reagierte als erstes und verwies 23 Diplomaten. Es schlossen sich immer mehr Länder an. Deutschland schickte vier Diplomaten nach Hause. Das Auswärtige Amt erklärte anschließend:

Die Ausweisung der vier Diplomaten ist ein starkes Signal der Solidarität mit Großbritannien und signalisiert die Entschlossenheit der Bundesregierung, Angriffe auf unsere engsten Partner und Alliierten nicht unbeantwortet zu lassen.

Auch fünf Nicht-EU-Staaten zeigten Solidarität mit Großbritannien, darunter die USA mit 60 Ausweisungen Darüberhinaus ordnete US-Präsident Donald Trump die Schließung des russischen Konsulats in Seattle an.

Wann in Russland die Gegenmaßnahmen beschlossen werden, ist noch nicht bekannt. Präsident Putin habe in diesem Zusammenhang das letzte Wort. Es werde allerdings Maßnahmen gegen jedes Land geben, das Diplomaten ausweisen will oder ausgewiesen hat, erklärte die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa im russischen Fernsehen.