Für Homosexuelle ist es ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung in Österreich: Mit dem heutigen Beschluss des Verfassungsgerichts (VfGH) dürfen gleichgeschlechtliche Paare spätestens ab 2019 vor den Traualtar schreiten.

Schluss mit Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare

Das Verfassungsgericht wolle mit dieser Entscheidung der Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren entgegenwirken, heißt es in der Abschlusserklärung. Zwar habe man die rechtlichen Bestimmungen der eingetragen Partnerschaft jenen der Ehe seit 2010 schrittweise angeglichen, wie beispielsweise das Adoptionsrecht zeigt. Die Unterscheidung des Familienstandes aufgrund der sexuellen Orientierung sei jedoch in jeder Hinsicht diskriminierend.

Eingetragene Partnerschaft als Alternative für heterosexuelle Paare

Doch auch für Heiratsunwillige ergeben sich neue Möglichkeiten! Waren eingetragene Partnerschaften bisher gleichgeschlechtlichen Paaren vorbehalten, dürfen sich zukünftig auch heterosexuelle Frauen und Männer offiziell zueinander bekennen – ganz ohne Trauschein.