Die ersten Wettbewerbe starteten bereits mit ihren Qualifikationen oder Vorrunden-Spielen, doch offiziell geht’s aber erst heute (20 Uhr Ortszeit / 12 Uhr MEZ) los. Im Olympiastadion zu Pyeongchang werden die 23. Winterspiele feierlich im Zeichen des Friedens eröffnet. Dabei werden rund 35.000 Zuschauer bei der Zeremonie im eigens gebauten, 64 Mio. Euro teuren Olympia-Stadion erwartet. Viel Geld für eine Stätte, die lediglich für die Eröffnungs- und die Schlussfeier der Winterspiele errichtet wurde.

Alles wartet bei der Eröffnungsfeier auf einen Moment

Der Einmarsch des gemeinsamen Teams aus Südkorea und Nordkorea wird geschichtsträchtig sein. Dieses Zeichen der Gemeinsamkeit soll auch Ausdruck der jüngsten Annäherung zwischen den beiden koreanischen Staaten sein. Insgesamt sind 92 Nationen mit mehr als 2900 Sportlern bei den ersten Winterspielen in Südkorea dabei, sechs Länder schicken sogar zum ersten Mal eine Delegation.

Nicht alle Athleten nehmen an der Eröffnungsfeier teil

Das deutsche Olympia-Team wird mit 162 Personen an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Angeführt von Eric Frenzel, der nach technischen Defekt seines Fliegers mit mehrstündiger Verspätung in Südkorea eingetroffen ist. Zwei Medaillenhoffnungen werden allerdings nicht teilnehmen. Claudia Pechstein werde aus „sportfachlichen Gründen“ auf die Teilnahmen verzichten, sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig, da die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin bereits Samstag über 3.000 Meter an den Start gehen wird. Auch Felix Loch wird fehlen. Kurz nach dem Abschlusstraining setzt er auf Regeneration. „Ich werde mir die Eröffnung gemütlich im Deutschen Haus anschauen.“ Wer hingegen live im Stadion dabei sein wird, ist hoher deutscher und auch internationaler Staatsbesuch. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sitzt genauso wie US-Vizepräsident Mike Pence samt Ehefrau Karen auf der Tribüne. Aus Nordkorea wird Kim Yo Jong erwartet, Schwester von Diktator Kim Jong Un.