Trinkwasser wird eines Berichtes der „Saarbrücker Zeitung“ immer teurer. Das Blatt beruft sich auf eine Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion, die Zahlen des Statistischen Bundesamtes auswerteten. Demnach erhöhten sich die Kosten für einen Zwei-Personen-Haushalt um etwa 50 Euro pro Jahr.

Strengere Regelungen gefordert

Einen besonders hohen Anstieg gab es zwischen den Jahren 2014 und 2016. In diesem Zeitraum gab es eine Preissteigerung von rund 3,6 Prozent. Die Inflationsrate betrug allerdings nur 1,7 Prozent. Seitens der Grünen gab es dafür viel Kritik:

Die Wasserpreise steigen doppelt so schnell wie die allgemeinen Verbraucherpreise.

Markus Tressel, Verbraucherexperte der Fraktion, erklärte in der „Saarbrücker Zeitung“:

Die Bundesregierung setzt die Scheuklappen auf und lässt die Verbraucher mit den steigenden Trinkwasserkosten vollkommen allein.

Er fordert strengere Regelungen für die Nutzung von Gülle, Pestiziden und Medikamenten in der Landwirtschaft, „um Trinkwasser als unser wichtigstes Lebensmittel zu schützen“.

Allerdings geht aus dem Bericht laut Bundesumweltministerium auch hervor, dass der Wasserverbrauch in den letzten Jahren immer weiter zurückging. Die tägliche Nutzung schwankte in den letzte drei Jahren zwischen 120 und 123 Litern Trinkwasser pro Person.

Die Preise für Trinkwasser sind in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Sie setzen sich aus dem Vorrat an Wasser und der Einwohnerzahl zusammen. Daher zahlen Verbraucher in einigen Regionen bis zu 40 Prozent mehr als in anderen.