Werden die Deutschen enthaltsamer oder was steckt hinter den herben Verlusten der Brauereien im Land? Diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes könnte an dem einen oder anderen Stammtisch für Unglauben Sorgen. Seit der Wiedervereinigung wurde in Deutschland noch nie so wenig Bier verkauft wie im vergangenen Jahr. Insgesamt 93,5 Millionen Hektoliter haben die deutschen Brauereien 2017 auf den Markt gebracht. Das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr 2016.

Ganz so überraschend ist das Bier-Fazit für Statistiker nicht. Seit Jahrzehnten ebbt der Bierkonsum im Land stetig ab – von Jahren mit sportlichen Großereignissen wie der letzten Fußball-WM und -EM abgesehen.

Facebook-Follower der Tagesschau stehen den Brauereien bei ihrem “Minusrekord beim Bierverkauf” unterstützend zur Seite. So meldete sich ein analysierender Bier-Freund unter einer Welle von Likes zu Wort:

„93,5 Millionen Hektoliter sind 9,35 Milliarden Liter oder auch mehr als 18 Milliarden Halbliterflaschen, etwas weniger als eine Milliarde Kästen à 20 Flaschen also. Ich bin mir sicher, die Branche geht schon quasi am Stock. Aber, das möchte ich hier ganz klar sagen – an mir liegt’s nicht!“