Bundesinnenminister Horst Seehofer droht im Zuge der Asyldebatte zwischen CDU und CSU mit seinem Rücktritt. Ein letztes Gespräch mit Kanzlerin Merkel soll den Streit zwischen den Regierungsparteien schlichten. Sollte eine Einigung misslingen, wolle der CSU-Chef seine Ämter niederlegen, heißt es nach einer mehrstündigen Sitzung der Parteiführung in München.

Letztes Krisengespräch mit der CDU?

Das heutige Spitzentreffen zwischen CDU und CSU wird nicht nur maßgeblich für die weitere Entwicklung der Bundesregierung sein, sondern auch für die persönliche Zukunft von Horst Seehofer. Er wolle versuchen, die CDU zum Einlenken in der Flüchtlingspolitik zu bewegen.

Wir wollen diese Regierung erhalten,

bekräftigte Seehofer nach der Abschluss-Beratung der CSU.

Doch sollte die Schwesterpartei kompromisslos an ihrem Weg festhalten, werde sich Seehofer von der CSU-Spitze zurückziehen.

Ich habe ja gesagt, dass ich beide Ämter zur Verfügung stelle, dass ich das in den nächsten drei Tagen vollziehe,

so Seehofer.

Das Gespräch mit der CDU sei ein „Zwischenschritt, in der Hoffnung, dass wir uns verständigen“. „Alles Weitere“ werde anschließend entschieden.