Am gestrigen Herrentag kam es in vielen Teilen Deutschlands zu heftigen Unwettern. Die Einsatzkräfte waren teilweise im Dauereinsatz.

Land unter im Norden

Besonders starke Auswirkungen hat der Starkregen auf den Norden des Landes. Mehr als 100 Liter Wasser kamen auf den Quadratmeter hinunter. Wie die Polizei mitteilt, gab es fast 2000 Feuerwehr-Einsätze. In Oststeinbek bei Hamburg dauern die Aufräumarbeiten nach wie vor an. Viele Keller seien vollgelaufen und müssen ausgepumpt werden.

Wir haben ab 15.30 Uhr ein extremes Unwetter mit Hagel und Starkregen gehabt, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht gegeben hat,

erklärt Feuerwehrsprecher Christian Höft.

Wenige Kilometer weiter in Lohbrügge bei Hamburg mussten zwei komplette Häuser mit Booten evakuiert werden. Das Unwetter beschädigte sie so stark, dass sie nun unbewohnbar sind.

Doch auch weiter südlich richtete der Starkregen schwere Schäden an. Die Feuerwehr ist nach wie vor im Einsatz. In der Nähe von Fulda (Hessen) gab es Überschwemmungen und mehrere Straßenzüge standen komplett unter Wasser. Viele Keller liefen voll mit Wasser. Das gefährliche daran sei, dass Heizöl auslief, teilte die Polizei mit.

60.000 Euro Schaden in Thüringen

Das Unwetterchaos war auch in Thüringen zu spüren. Hier rechnet die Feuerwehr mit einem Schaden von 60.000 Euro. Besonders betroffen ist der Ort Schönbrunn.

Zum Wochenende soll es etwas kühler werden, aber überwiegend trocken bleiben. Heute liegen die Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad. Morgen rechnen Meterologen mit Temperaturen knapp über 20 Grad.