In Syrien kam es zu Luftangriffen auf das Rebellenzentrum Ostghuta, das sich in der Nähe der Hauptstadt Damaskus befindet. Berichten von Aktivisten zufolge wurden dabei bis zu 470 Menschen verletzt und knapp 100 getötet. Unter den Todesopfern befinden sich auch zahlreiche Frauen und Kinder.

Von der Außenwelt abgeschottet

Allein 20 Menschen seien bei einem Angriff auf das Wohngebiet Hamuriah ums Leben gekommen, meldeten zivile Helfer der Weißhelme via Twitter. „Unsere Krankenhäuser sind überfüllt mit Verwundeten, uns gehen Anästhetika und andere wichtige Medikamente aus“, erklärte ein Arzt, der nur Mohammed genannt werden möchte.

Die Region um Ostghuta gehört zu den letzten, die noch unter der Kontrolle der Rebellen stehen und seit vielen Monaten durch Regierungstruppen eingeschlossen. Dadurch werden knapp 400.000 Menschen in dem Bürgerkriegsland völlig von der Außenwelt isoliert. Die Lage ist dramatisch.

„Es gibt keine militärische Lösung“

Es werde aus den Flugzeugen auf alles geschossen, was sich am Boden bewegt, berichtet Mohammed weiter. Dazu zählen auch Rettungskräfte und Feuerwehren. Viele sterben daher noch in den Straßen oder unter den Trümmern. Aufnahmen des jüngsten Angriffs zeigen Menschen, die versuchen Überlebende aus den völlig zerstörten Wohnhäusern zu bergen.

Die Europäische Union appellierte derweil an die rivalisierenden Parteien und mahnte, endlich Maßnahmen einzuleiten, die das syrische Volk schützen und die die Gewalt im Land eindämmen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Christos Stylianides, erklärten nach einem Treffen mit Oppositionellen in Brüssel: „Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt“.