Seit Tagen wüten schwere Unwetter in Deutschland. Die Feuerwehr und andere Hilfskräfte befinden sich im Dauereinsatz. Von Entspannung keine Spur. Im Gegenteil, für Freitag besteht in einigen Regionen Warnstufe Rot!

NRW besonders betroffen

Bereits seit den frühen Morgenstunden ziehen Unwetter über die Regionen Düsseldorf, Wuppertal, Solingen und Dortmund sowie den Rhein-Sieg-Kreis hinweg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor stehenden Gewittern, stundenlangem Starkregen und Hagel. Bis zu 35 Liter Regen prasseln hier pro Stunde auf den Quadratmeter.

Das wird nicht so viel Regen wie in den vergangenen Tagen sein, es kann aber trotzdem die Kanalisation von Großstädten überlasten,

heißt es seitens der DWD-Meteorologen.

Darüber hinaus fachen örtlich Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h die ohnehin schon angespannte Wettersituation an.

Im Laufe des Tages breiten sich die Gewitter Richtung Ruhrgebiet und Münsterland aus. Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt blitzt und donnert es.

Für diese Landkreise besteht am Freitag Warnstufe Rot:

  • Kreis Havelland
  • Hochsauerlandkreis
  • Kreis Jerichower Land
  • Kreis Paderborn
  • Kreis Potsdam-Mittelmark
  • Kreis Soest

Verwüstungen im Saarland

Vergangene Nacht richteten Unwetter im Saarland und in Rheinland-Pfalz erhebliche Schäden an. Das Wasser stand stellenweise bis zu einen Meter hoch, Straßen waren überflutet, eine Brücke stürzte ein.

Die Lage ist dramatisch. Wir haben wegschwimmende Autos und unterspülte Straßen,

berichtete eine Polizeisprecherin in Saarbrücken am Freitagmorgen.

Über Saarbrücken hinaus sei die Lage in St. Ingbert, Kleinblittersdorf und Blieskastel besonders dramatisch.

„Rock am Ring“ versinkt im Schlamm

Auch die Besucher von „Rock am Ring“ können sich auf eine Schlammschlacht gefasst machen. Ausgerechnet am Tag vor dem Auftakt des Mega-Festivals wirbelte ein Unwetter das Gelände durcheinander. Für viele Fans, die gestern schon anreisten, um ihr Zeltlager aufzuschlagen, fiel der erste Abend ins Wasser.