Taylor Swift hat im so genannten Po-Grapsch-Prozess gegen den ehemaligen Radio-Moderator David Mueller einen Sieg errungen. Nach mehrstündigen Beratungen stellten sich die Geschworenen in Denver am Montag auf die Seite des Popstars. Mueller muss Swift nun ein symbolisches Schmerzensgeld in Höhe von einem Dollar zahlen.

Vorangegangen war die Entlassung des Radio-DJs im Jahr 2013. Bei einem Fototermin soll Mueller der Sängerin an den Po gefasst haben. Einen Anruf von Swifts Management bei dem Radiosender resultierte in der Kündigung Muellers. Der verklagte 2015 dann Swift, ihre Mutter und ihren Manager, weil er sie für Kündigung verantwortlich gemacht hatte. Der Popstar reagierte mit einer Gegenklage wegen sexueller Belästigung.

Bereits vergangenen Freitag wurde die Klage von Mueller fallengelassen, weil nicht nachgewiesen werden konnte, dass Swift für die Entlassung des Radio-Moderators verantwortlich gewesen ist. Zusätzlich wurde der Gegenklage Montag stattgegeben.

Für David Mueller eine herbe Niederlage, für Taylor Swift ein Sieg mit Symbolcharakter.

Offizielles Statement von Taylor Swift zum Prozess

Ich möchte mich bedanken bei Richter William J. Martinez und der Jury für ihre sorgfältigen Überlegungen, meinen Anwälten Doug Baldridge, Danielle Foley, Jay Schaudies und Katie Wright, dass sie für mich gekämpft haben und jeden, der sich machtlos bei sexueller Belästigung fühlt und besonders denen, die mich bei dieser vierjährigen Tortur und dem zweijährigen Prozess unterstützt haben. Ich bin mir meinen Privilegien im Leben und der Gesellschaft bewusst. Die immense Summe, die so eine Verteidigung kostet, können nicht viele aufbringen. Ich hoffe, dass ich denjenigen helfen kann, deren Stimmen auch gehört werden sollte. Deswegen werde ich in naher Zukunft verschiedenen Organisationen Geld spenden, die Opfern von sexueller Belästigung bei der Verteidigung vor Gericht helfen.