Venezuela ist ein Krisenland und die Lage spitzt sich immer wieder auch in den Gefängnissen zu. Hier wurden bei einer Erstürmung eines Komplexes in Puerto Ayacucho mindestens 37 Häftlinge getötet.

Gouverneur spricht von Massaker

Nachdem Polizei und Militär überraschend das Gefängnis stürmten, um hinein geschmuggelte Waffen aufzuspüren, sei die Lage eskaliert. Beide Seiten hätten sofort aufeinander geschossen. Dabei kamen mindestens 37 Gefangene ums Leben, 14 Sicherheitskräfte wurden verletzt.
Liborio Guarulla, Gouverneur des Bundesstaates Amazonas, sprach gegenüber der Presseagentur dpa von einem Massaker und kritisierte die Eskalation des Einsatzes scharf. Auf Twitter postete er dazu Bilder des Gefängnisses sowie eine genaue Auflistung der Opfer und Verletzten.

Dramatische Lage in Venezuela

Besonders die Politik von Staatsoberhaupt Nicolás Maduro und sein Streben das Land in eine Diktatur zu führen, stürzt Bewohner und Politiker ins Elend. Mehr als 100 Menschen sind seit April bei Protesten ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte sind angewiesen, Proteste gewaltsam zu unterdrücken. Maduro hat eine verfassungsgebende Versammlung eingesetzt, die als übergeordnetes Staatsorgan handelt und die führende Opposition entmachtet hat.