„Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni – und das ist gut so!“ Dortmund-Trainer Peter Stöger nach der 0:2-Derby-Niederlage auf Schalke im WDR-Interview. Damit sollte nun klar sein, dass der 52-Jährige am Ende der Saison geht. Auch wenn der Österreicher die Zielvorgabe „Erreichen der Champions League Qualifikation“ erreichen sollte, wird für ihn Schluss sein. Der blutleere Auftritt gegen den Erzrivalen Schalke 04 war wohl der letztendlich der Punkt, der die BVB-Bosse zur Trennung bewog.

Stöger hat es seit fünf Monaten nicht geschafft, der Mannschaft eine Spielphilosophie zu vermitteln. Dortmund spielt trotz zurückgekehrtem Erfolg ängstlich, druck- und ideenlos. Ebenso emotionslos stand der Chefcoach an der Seitenlinie.

Wer wird der Nachfolger bei Borussia Dortmund?

Dortmund sucht nicht nur wieder einen Übergangs-Trainer, sondern schon eine Dauer-Lösung mit Zukunftspotenzial. Top-Kandidat auf der Liste soll Lucien Favre (aktuell noch in Nizza tätig) sein. Wenn es mit dem 60-jährigen Schweizer nicht klappt, wildert der BVB wohl in Österreich. Salzburgs Trainer Marco Rose ist heißer Kandidat bei den Schwaz-Gelben. Der gebürtige Leipziger, der unter Jürgen Klopp 150 Liga-Spiele für Mainz bestritt, steht mit RB im Europa-League-Halbfinale. Problem: Rose hat noch Vertrag bis 2019 und würde damit nicht ganz billig sein.

Der 41-Jährige trainiert Salzburg seit Juni 2017 und hat auf dem Weg in das Europa League Halbfinale u.a. auch Borussia Dortmund ausgeschaltet. Den Vertrag mit Rose will man in Salzburg schon jetzt gern verlängern. Bei einem Angebot aus der Bundesliga wären die Aussichten auf eine Vertragsverlängerung bei den „Roten Bullen“ allerdings nur sehr schlecht. Die „Salzburger Nachrichten“ glauben demnach, Rose sei Top-Kandidat in Dortmund und würde ganz oben auf der Wunschliste von Watzke und Co. stehen.