Das bittere Aus im Halbfinal-Rückspiel: Der FC Bayern München scheiterte am Dienstagabend mit einem 2:2 (1:1) gegen Real Madrid und verpasste damit den Einzug ins Champions-League-Finale.

Große Enttäuschung

Es war ein leidenschaftlicher Kampf und dennoch reichte ein Unentschieden nach dem 1:2 in München zum Weiterkommen nicht aus. Joshua Kimmich und James Rodríguez erzielten zwei Tore für den FC Bayern und Karim Benzema traf zweimal für Real. Besonders bitter war der „Blackout“, den Trainer Jupp Heynckes der Manuel-Neuer-Vertretung Sven Ulreich bescheinigte. Der Torhüter patze nach dem Rückpass von Corentin Tolisso und ließ damit das Gegentor direkt nach der Pause durch.

Beim anschließenden Bankett im Team-Hotel konnten allerdings auch keine Lobeshymnen die Spieler trösten. Alaba weinte nach dem Aus auf dem Spielfeld bittere Tränen und an den Tischen sah man lange Gesichter. Dennoch, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rühmte seine Spieler:

Wenn ich einen Hut aufhätte, würde ich ihn ziehen und mich vor der Mannschaft verneigen.

Trainer Jupp Heynckes sieht die zahlreichen fehlenden Spieler und die unzureichende Chancenverwertung in den Halbfinalspielen als Grund für das Ausscheiden. Dennoch habe er den Spielern in der Umkleidekabine gesagt, dass er den FC Bayern in der Verfassung und in der Form schon viele Jahre nicht mehr gesehen habe.

Rummenigge richtet seinen Blick nun erst einmal nach vorn und schaut auf das Finale des  DFB-Pokals am 19. Mai gegen Eintracht Frankfurt:

Jupp hat sich eben in der Kabine bei den Spielern bedankt. Das war sehr emotional. Und er hat dann noch etwas Wichtiges gesagt: Wir haben zwar nicht das Champions-League-Finale erreicht, aber wir haben noch ein Finale im DFB-Pokal in knapp zweieinhalb Wochen in Berlin. Und ich glaube, es ist jetzt in unserer Verantwortung und das Ziel, dass wir zumindest das Double gewinnen und mit diesem Halbfinale heute eine Saison abrunden, die ihresgleichen sucht.