Steffi Jones ist nicht mehr Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nach dem enttäuschenden Auftritt beim SheBelieves-Cup wurde die Zusammenarbeit mit der 45-Jährigen mit sofortiger Wirkung gekündigt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt:

Steffi Jones ist die Aufgabe als Trainerin mit großem Engagement und Einsatz angegangen, dafür möchte ich ihr im Namen des gesamten Präsidiums sehr herzlich danken. Sie ist und bleibt ein prägendes Gesicht des deutschen Frauenfußballs, und ich würde mich freuen, wenn sie in anderer Funktion dem DFB und dem Frauenfußball erhalten bleibt.

Die Kritik nahm zuletzt immer weiter zu. Grund dafür waren die vielen unglücklichen Auftritte, z.B. bei der EM im vergangenen Jahr, als die deutsche Mannschaft überraschend schon im Viertelfinale verloren hatte. Aber auch die folgende WM-Qualifikation lief alles andere als erwartet – unter anderem musste man sich Fußballzwerg Island geschlagen geben. Nun hat der DFB die Reißleine gezogen. Horst Hrubesch wird die Mannschaft für die nächsten Spiele übernehmen.

Horst Hrubesch soll den Karren aus dem Dreck ziehen

Für die beiden bevorstehenden Spiele im April gegen Tschechien und in Slowenien wird Horst Hrubesch die Mannschaft interimsweise übernehmen, Ulrike Ballweg und Thomas Nörenberg werden ihm assistieren

, teilte der DFB mit.

Hrubesch ist kein Unbekannter im DFB. Er hat die deutsche Männerauswahl im Sommer 2016 zu Olympia-Silber in Rio de Janeiro geführt. 2009 wurde er mit der U21-Nationalmannschaft auch Europameister. Hrubesch selbst will seinen ehemaligen Arbeitgeber unterstützen:

Ich habe den Frauenfußball in den vergangenen Jahren verfolgt und war auch bei der Europameisterschaft im Sommer vor Ort. Ich helfe in dieser Phase gerne.

Die Suspendierung von Jones ist damit die erste vorzeitige Trennung des DFB von Bundestrainerin beziehungsweise einem Bundestrainer seit dem ersten Länderspiel der Frauen im Oktober 1982.