UPDATE: Ein weiterer Doping-Fall sorgte für Wirbel bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Nachdem der Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings überführt wurde, gesteht jetzt die Bob-Pilotin Nadeschda Sergejewa. Sie verzichtete auf die B-Probe, gab ihre Akkreditierung zurück und verließ schließlich das olympische Dorf.

Verbotenes Herzmittel gefunden

Der russische Bob-Verband bestätigte die positive Probe bei Sergejewa, einer Athletin aus der Mannschaft „Olympische Athleten aus Russland”. Man fand demnach die verbotene Substanz Trimetazidin. Auf seiner Facebook-Seite schrieb der russische Bob-Verband: „Der medizinische Stab der Nationalmannschaft hat der Sportlerin dieses Präparat nicht verordnet.“

Nach Angaben des Verbandes wurde die positive Probe zwei Tage vor dem Rennen im Zweierbob entnommen. Allerdings habe man fünf Tage zuvor einen weiteren Test gemacht, der dagegen negativ ausfiel.

Aufgrund des Doping-Vorfalls von Sotschi im Jahre 2014 musste das Team „Olympische“ Athleten aus Russland unter neutraler Flagge bei den Olympischen Winterspielen starten. Dem Curler Kruschelnizki wurde nach seiner Doping-Überführung die Bronze-Medaille im Mixed-Wettkampf aberkannt.

Medienberichten zufolge wurde Sergejewa 2016 positiv auf das verbotene Meldonium getestet. Die Bob-Athletin erklärte der Agentur R-Sport damals, sie habe das Mittel Ende 2015 eingenommen. Sie dachte allerdings, dass es nach zwei bis drei Tagen wieder ausgeschieden werde. Dennoch wurde sie suspendiert. Wenig später wurde ihre Sperre wieder aufgehoben, da sich die Meldonium-Werte unterhalb der Grenze befanden, die die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA derzeit für zulässig betrachtete.