Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die vom IOC verhängten lebenslangen Sperren gegen 39 russische Wintersportler aufgehoben. Das Internationale Olympische Komitee hatte vorher 43 Russen wegen Dopingverdachts gesperrt.

Theoretisch dürften nun weitere 28 Athleten in Pyeongchang starten, das IOC will diese dennoch nicht einladen. Die anderen elf Sportler haben keine Starterlaubnis vom CAS erhalten, die lebenslange Sperre wurde aber ebenfalls kassiert.

Die Entscheidungsbegründung

Aus Mangel an Beweisen hatte der CAS alle lebenslangen Olympia-Sperren aufgehoben. Der Sportgerichtshof betonte, dass die Athleten nicht für „unschuldig“ erklärt worden seien, sondern das die Beweislage schlichtweg nicht ausreichend war.

Gleichzeitig stellte der IOC klar: „Die CAS-Entscheidung bedeutet nicht, dass Athleten aus der Gruppe der 28 zu den Spielen eingeladen werden.“ Wer nicht sanktioniert wurde, bekomme nicht automatisch eine Starterlaubnis bei den diesjährigen Spielen.

Der Fall Russland

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Wintersportler von Olympischen Spielen ausgeschlossen, da diese bei 2014 in Sotschi gedopt haben sollen. 42 von ihnen legten vor dem CAS Einspruch ein. Die Athleten wurden nun angehört und fast alle entlastet.

Wer darf nun bei den Winterspielen starten?

Das Nationale Olympia Komitee Russlands ist nach der IOC-Entscheidung im Dezember für die Winterspiele in Pyeongchang gesperrt. Allerdings dürfen nicht sanktionierte russische Athleten unter neutraler Flagge und ohne Hymne starten. Sie werden als „Olympischer Athlet aus Russland“ geführt werden. Insgesamt sind 169 russische Sportler bei den kommenden Winterspielen vertreten. Mehrere Top-Athleten wurden überraschend vom IOC ausgeschlossen – sehr zum Unmut der Moskauer Regierung. Olga Graf, Eisschnellläuferin und Olympia-Dritte in Sotschi, verzichtet trotz offizieller IOC-Einladung aus Protest auf ihren Antritt in Pyeongchang.